„Wenn du wirklich willst, dass ich zu dir komme, dann ist eine Steam-Geschenkkarte die einzige Möglichkeit.“
Solche Sätze sind kein Liebesbeweis – sie sind ein klassisches Alarmzeichen für Betrug. Aktuell tauchen diese Forderungen immer wieder in Chats, Dating-Apps und über WhatsApp auf. Ziel ist fast immer dasselbe: Du sollst eine Geschenkkarte kaufen und den Code schicken – danach ist das Geld weg.
Warum gerade Steam-Geschenkkarten?
- Codes können schnell weiterverkauft oder sofort eingelöst werden
- keine Rückbuchung wie bei Überweisungen/PayPal-Käuferschutz
- nach Codeversand ist das Geld praktisch nicht zurückzuholen
So läuft die Masche (typisch)
- Kontakt & Nähe aufbauen – viele Nachrichten, Komplimente, schnelle Bindung.
- Druck + Drama – plötzlich Ticket/Transport/Gebühren/Notfall/Zeitdruck.
- „Einzige Lösung“ = Geschenkkarte – „Steam ist die einzige Möglichkeit“.
10 Warnzeichen, bei denen du sofort stoppen solltest
- „Nur Geschenkkarten / Steam-Karte ist die einzige Möglichkeit“
- „Schick mir den Code“ (oft mit Foto-Forderung)
- „Sag es niemandem“ oder „im Laden nicht erwähnen“
- Kein Videoanruf, nur Schreiben
- Starker Zeitdruck („heute“, „jetzt sofort“)
- Widersprüche in Story/Ort/Details
- Angebliche Behörden-/Embassy-/Transport-Gebühren
- Emotionaler Druck (Schuld, Drohung, Liebesschwüre)
- Keine echten Belege/Tickets
- Wechsel auf Telegram/WhatsApp, weg von Plattformen
Was du tun solltest (kurze Schutz-Checkliste)
- Keine Geschenkkarten kaufen. Nie.
- Keinen Code senden – auch nicht „nur zum Nachweis“.
- Wenn überhaupt Kontakt: Videoanruf als Mindeststandard.
- Treffen nur öffentlich und ohne Vorabzahlungen.
- Chats/Screenshots sichern, Profil melden/blockieren.
Wenn jemand schon eine Karte gekauft hat
- Sofort stoppen – keinen weiteren Code schicken
- Beweise sichern: Screenshots, Belege, Profil-Links
- Anzeige erstatten
- Plattform/Anbieter melden
Fazit: Wer eine Steam-Geschenkkarte als „einzige Möglichkeit“ für Liebe, Reise, Treffen oder Hilfe darstellt, will in aller Regel nur dein Geld.





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